Futtermittelallergie
Die Patienten zeigen sowohl Hautsymptome (Entzündungen der Haut, schuppige Haut, Haarausfall, Juckreiz, Krusten, lang andauernde Ohrentzündungen) und/oder als auch Störungen des Magen-Darmtraktes (Durchfall, Erbrechen, Blähungen).
Die Unverträglichkeit bezieht sich am häufigsten auf Eiweiße verschiedener Fleischsorten, aber auch auf Sojaeiweiß, Kuhmilch, Weizeneiweiß oder andere Getreidesorten. Zusätzlich ist auch eine Reaktion auf Futtermilben möglich.
Zusatzstoffe wie Farb- oder Konservierungsstoffe wirken als unvollständige Antigene (sog. Haptene), d.h. sie können alleine keine Allergie auslösen, aber eine bestehende Allergie verstärken. Ebenso können sie sich z.B. mit anderen Molekülen (Polypeptide, Zucker) verbinden und so eine Unverträglichkeit auslösen.
Es gibt kommerzielle Allergiediäten auf Basis einer Eliminationsdiät bzw. hydrolisierte Diäten, bei denen das Eiweiß auf eine bestimmte Größe zerkleinert ist. Diese Eiweißhydrolysate sind zu klein, um eine Allergie auszulösen. Diese Produkte sind nur bei ihrem Tierarzt erhältlich.
Manchmal erzielt man trotz mehrerer Versuche mit verschiedenen kommerziellen Allergiediäten nicht den gewünschten Erfolg.
Für diese Fälle kann ich Ihnen eine Futterration aus einer bestimmten Fleisch- und einer Kohlenhydratquelle (Kartoffeln, Reis, Hirse usw.) errechnen.
Ca. 8 Wochen lang sollte dann ausschließlich diese Ration ohne weitere Leckerlis oder andere Produkte gefüttert werden. Tritt mit Hilfe dieser selbst zubereiteten Ration die gewünschte Heilung ein, sollte sie nach 8 Wochen mit einem passenden, chemisch reinen Mineral- und Vitaminpulver ergänzt werden, welches speziell für Ihr Tier und die verfütterte Ration individuell hergestellt wird.
Besteht von ihrem Tierarzt bei Welpen oder Junghunden der Verdacht einer Futtermittelunverträglichkeit, müssen in diesem Alter innerhalb von zwei Wochen die passenden Mineralien und Vitamine ergänzt werden, damit Wachstumsstörungen vermieden werden.