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Blaualgen in Badeseen

Anders als der Name vermuten lässt, sind Blaualgen sogenannte Cyanobakterien, die überall im Wasser zu finden sind und in normaler Konzentration völlig ungefährlich sind. Bei einer starken Vermehrung dieser Bakterien entsteht jedoch eine Gefahr für Mensch und Tier.

Eine hohe Wassertemperatur in Kombination mit einem hohen Stickstoff- und Phosphorgehalt ist meist die Ursache für eine massenhafte Vermehrung. Stehende oder ruhig fließende Gewässer sind besonders betroffen.

Warum sind Blaualgen gefährlich?

Es gibt etwa 2000 Arten von Cyanobakterien, die sehr unterschiedliche Toxine produzieren. Zu diesen Toxinen zählen beispielsweise die Microcystine und die Neurotoxine beta-Methylaminoalanin (BMAA) & Anatoxin A. Mycrocystine verursachen Schleimhautreizungen und (zum Teil allergische) Entzündungsreaktionen. Größere Mengen können zu Durchfall und Erbrechen führen und Leberschädigungen hervorrufen. Die Neurotoxine bewirken einen Verlust der Koordinationsfähigkeit, Krämpfe und schließlich im schlimmsten Fall Tod durch Atemstillstand.

Symptome einer Blaualgenvergiftung:

  • Durchfall, Erbrechen
  • (allergische) Entzündungsreaktionen
  • Atemnot bis Atemstillstand
  • Muskelzittern, Krampfanfälle, Lähmungen
  • Bewusstseins- und Koordinationsstörungen

 

Kommt es zu einer massenhaften Vermehrung von Blaualgen in Gewässern, zu einer sogenannten „Algenblüte“, können diese Toxine in einer für Menschen als auch für Tiere, insbesondere Hunde, kritischen Menge produziert werden. Eine Gefahr besteht besonders dann, wenn das toxinhaltige Wasser in größerer Menge getrunken wird oder Hunde sich nach dem Waten oder Baden im Wasser das Fell oder die Pfoten ablecken und damit die daran haftenden Toxine aufnehmen.

Hunde sind im Vergleich zum Menschen stärker gefährdet, da bei ihnen die Wahrscheinlichkeit um einiges höher ist, dass sie beim Baden im See Wasser aufnehmen. Die Ausprägung der Symptome hängt von der Größe des Hundes, der aufgenommenen Wassermenge, eventuellen Vorerkrankungen und der Art der Blaualge und deren Toxinen ab.

Im Jahr 2017 sind am Tegeler See in Berlin mehrere Hunde gestorben, davon nachweisbar drei Hunde an einer Vergiftung mit dem sehr potenten Neurotoxin Anatoxin A, welches von einer bei uns ungewöhnlichen Blaualgen-Gattung „Tychonema“ produziert wird. Diese Anatoxin A-produzierenden Blaualgen sind eigentlich eher kälteliebend und z. B. in Schweden und Kanada nicht unbekannt. Warum sie nun bei uns auftreten, ist nicht geklärt. Sie könnten bereits lange Zeit vorhanden gewesen sein und sich nun aufgrund guter Wachstumsbedingungen ausgebreitet haben. Es könnte aber auch möglich sein, dass sie z. B. von Zugvögeln mitgebracht wurden.

Wie erkennt man Blaualgen?

Bei einem massiven Blaualgenauftreten sieht man in den Gewässern bei manchen Gattungen grüne schlierenartige Gebilde etwa 20-30 cm unter der Wasseroberfläche. Andere Gattungen bilden dagegen Blüten aus, die als Schaum auf dem See zu finden sind und vom Wind oft in Buchten getrieben werden. Dies muss jedoch nicht den ganzen See betreffen, sondern kann auch nur an bestimmten Stellen zu finden sein.

Badegewässer unterliegen der hygienischen Überwachung durch die Gesundheitsbehörden. Wird in einem Badesee durch das zuständige Amt eine zu hohe Konzentration an Blaualgen festgestellt, wird ein Badeverbot durch Schilder kenntlich gemacht bis wieder ein unbedenkliches Niveau der Bakterien erreicht ist. Seien Sie dennoch selbst aufmerksam und schauen Sie sich die Gewässer gut an, um sich selbst und Ihr Tier zu schützen.

Auf den Internetseiten der jeweiligen Landesämter oder der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde kann man sich über die örtliche Badegewässerqualität und evtl. vorliegende Badeverbote informieren. Wie solche Informationsseiten aussehen, sehen Sie am Beispiel des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

 

Bildnachweis:

88976042 - Achtung vor Blaualgen im See
© animaflora

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  • Danke! Das war sehr informativ.

    Der Text ist informativ in jeder Hinsicht. Ich kannte dies Problem bisher nicht in Gewässern, da ich selbst keine Wasserratte bin. Meinen Hund kann ich nun hoffentlich besser schützen. Danke!

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