Tierärztliche Beratung
+49 8141 888 930
Ab 75 € portofrei
innerhalb Deutschlands.
5% Rabatt
bei Neuregistrierung

Wenn Futter nicht vertragen wird

Wenn Futter nicht vertragen wird

Futtermittelunverträglichkeiten und -allergien kommen bei Hunden und Katzen zwar selten vor, stellen Tier und Tierhalter aber vor einige Probleme. Während dem betroffenen Vierbeiner teilweise ausgeprägte Reaktionen der Haut und des Magen-Darm-Trakts zu schaffen machen, sind vom Besitzer Geduld, Ausdauer und Konsequenz gefragt, um die zugrunde liegende Ursache herauszufinden und abzustellen.

Der kleine Unterschied

Unverträglichkeitsreaktionen sind durch Futterinhaltsstoffe bedingt - z.B. durch histaminreiche Futtermittel wie Rindfleisch, Käse, Tomaten, Spinat kann die Durchlässigkeit des Darmes erhöht werden oder Schimmelpilze, Bakterien, aber auch unverträgliche Futtermittel wie Schokolade können  toxikologische Wirkungen entfalten. Es gibt auch Futtermittel, die der Organismus nicht umsetzen kann, weil er nicht oder in nicht ausreichendem Maße über die dazu notwendigen Enzyme verfügt (Laktoseintoleranz).

Futtermittelallergien hingegen entwickeln sich unter Beteiligung des Immunsystems und äußern sich in einer Überreaktion auf bestimmte Eiweißverbindungen, die in der Nahrung enthalten sind. Welche Futtermittel das sind, hängt dabei ganz vom Land und der dort häufig verwendeten und gut verfügbaren Rohstoffe ab. Typische Beispiele für Deutschland sind das Fleisch von Huhn, Pute oder Rind sowie Weizeneiweiß (Gluten), in den USA sind es besonders häufig Mais und Soja und in Asien z.B. Reis und Seefischarten.

Gereizte Stimmung

Ob Futtermittelunverträglichkeit oder -allergie – die Symptome sind in beiden Fällen ähnlich und äußern sich vor allem in Symptomen des Magen-Darm-Traktes und der Haut.

Augenfälligstes Anzeichen ist oftmals der extreme Juckreiz. Egal, zu welcher Tages- und Nachtzeit, die Tiere lecken, beißen, kratzen sich und lassen sich davon auch nicht durch eine leckere Mahlzeit, ein fröhliches Spiel oder einen ausgiebigen Spaziergang abhalten. Vorrangig betroffen sind die Körperunterseite (Achseln, Bauch, Leiste), Ohren und Pfoten, oft tritt der Juckreiz aber auch am ganzen Körper auf. Die Folgen bleiben nicht aus: An den beharrlich „bearbeiteten“ Körperpartien zeigen sich Haarausfall, Rötungen und eine Dunkelfärbung der Haut, in fortgeschrittenen Fällen kommen bakterielle Sekundärinfektionen mit dementsprechend eitrigen Hautentzündungen hinzu. Weitere alarmierende Anzeichen sind wiederholt auftretende Entzündungen der Augen, Ohren und Analbeutel.

Bei Beteiligung des Darmes setzen die Tiere vermehrt weichen & schleimigen Kot ab. Nicht selten sind bei Futtermittelunverträglichkeiten oder -allergien aber auch ausschließlich diese Verdauungsprobleme ohne gleichzeitige Hautreaktionen zu beobachten.

Was ist zu tun

Da Futtermittelunverträglichkeiten und -allergien also nahezu gleichartige Symptome hervorrufen, ist eine Unterscheidung anhand des klinischen Erscheinungsbildes nicht immer möglich, aber auch nicht nötig, da die einzig erfolgversprechende Therapie in beiden Fällen die gleiche ist: Es gilt, den Futtermittelbestandteil herauszufinden, der für die Reaktion verantwortlich ist und ihn aus der Ration zu eliminieren. Dies gelingt mithilfe einer Ausschlussdiät.

  • Bei der Ausschlussdiät wird die Anzahl der gefütterten Komponenten auf ein Minimum reduziert.
  • Ihr Vierbeiner erhält vorerst nur eine Proteinquelle, zu dem wird eine aufgeschlossene Kohlenhydratquelle als zusätzliche Energieträger genutzt.
  • Entscheidend ist, dass Hund oder Katze die jeweilige Eiweiß- und Kohlenhydratquelle vorher noch nie im Futternapf vorgefunden hat und demgemäß noch keine Allergie darauf entwickeln konnte. Bei Fleisch wird deshalb häufig auf Pferd, Känguru, Reh oder Strauß zurückgegriffen, bei Kohlenhydraten auf Süßkartoffeln, Hirse oder Pseudogetreide wie Quinoa oder Amaranth.
  • Nach spätestens acht Wochen (bei Welpen bis zum 12. Lebensmonat schon nach 14 Tagen) müssen Sie der Diät für eine bedarfsdeckende Versorgung ein Mineralstoff-Vitamin-Pulver hinzufügen, das für Allergiker geeignet ist, wie z.B. das Vitamin Optimix Sensitive.
  • Ausgehend von dieser Basisration können Sie nun Woche für Woche je eine weitere Rationskomponente hinsichtlich der Verträglichkeit für Ihren Vierbeiner testen. Zeigt er darauf keine Reaktion, kann das Futtermittel beibehalten werden, treten dagegen erneut Symptome auf, sollten Sie in Zukunft auf diese Zutat besser verzichten.
  • Beginnen Sie zunächst mit Ölen. Auch hier bitte erst einmal nur eine Sorte verwenden! Gut geeignet ist z.B. Lachsöl, da die hierin enthaltenen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA das allergisch bedingte Entzündungsgeschehen zusätzlich abmildern. Daraufhin folgt dann noch eine Linolsäurequelle wie z.B. Distel-, Maiskeim-, Hanf- oder Sonnenblumenöl. Hat Ihr Tier insbesondere Hautsymptome, kann es sinnvoll sein, die dreifache Menge der notwendigen Fettsäuren zu ergänzen. Genaue Mengen für den Hund finden Sie in unserer Ölbroschüre.
  • Als Nächstes sollten Sie der Ration Ballaststoffen hinzufügen. Diese können Sie durch nur eine (!) Obst- oder Gemüsesorte ergänzen oder aber durch die Zugabe entsprechender geschmacksneutraler Pulver (z.B. Zellulosepulver).
  • Auf diese Weise können Sie Woche für Woche weitere Zutaten austesten.
  • Ganz wichtig: Während der Ausschlussdiät dürfen Sie nur solche Leckerlis geben, die von der gleichen Tierart stammen wie das bei der Rationserstellung verwendete Fleisch. Bei einer Pferdefleisch-Diät würden sich also beispielsweise Kauartikel aus getrocknetem Pferdefleisch anbieten.

 
 
Wie geht’s weiter

Bei richtiger Zusammensetzung und strikter Einhaltung der Diät sollten die allergischen Symptome rasch abklingen. Da die Zellen der Darmschleimhaut eine hohe Regenerationsfähigkeit haben, bessert sich Durchfall oftmals schon nach einigen Tagen. Bis die entzündlichen Veränderungen der Haut samt Juckreiz abgeklungen sind, braucht es dagegen manchmal einige Wochen. Stellt sich auch nach mehreren Wochen strenger Diät keine Besserung ein, dann sollte die Wahl der Fleisch- und Kohlenhydratquelle überdacht und möglicherweise noch einmal umgestellt werden und gegebenenfalls zusammen mit dem Haustierarzt nach weiteren Ursachen wie eine Umweltallergie oder Parasiten geforscht werden.

Übrigens: Die Diagnose Futtermittelallergie gilt erst als gesichert, wenn nach Abklingen aller allergischen Erscheinungen das ursprüngliche Futter noch einmal angeboten wird (Provokationsdiät) und sich daraufhin die beobachten Symptome innerhalb von 14 Tagen erneut einstellen.

Ihr Liebling wird Ihnen Ihre Geduld, Ausdauer und Konsequenz in jedem Fall danken.

Bitte geben Sie die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Passende Artikel
AKTION
Vitamin Optimix sensitive, Futtermittelallergie Hund, Futtermittelallergie Katze, Allergie Hund, Futtermittelunverträglichkeit Vitamin Optimix Sensitive
Inhalt 0.25 Kilogramm (79,60 € * / 1 Kilogramm)
ab 19,90 € *
AKTION
Optimale Welpenernaehrung mit Vitamin Optimix Puppy Vitamin Optimix Puppy
Inhalt 0.5 Kilogramm (51,80 € * / 1 Kilogramm)
ab 25,90 € *
TIPP!
AKTION
Hundeleckerli aus Pferdefleisch Pferdestreifen 200 g
Inhalt 0.2 Kilogramm (49,00 € * / 1 Kilogramm)
9,80 € *
AKTION
Futtermedicus - Süßkartoffel-Würfel, für selbstgekochtes Hundefutter und zum BARFen Süßkartoffelwürfel 500g
Inhalt 0.5 Kilogramm (13,00 € * / 1 Kilogramm)
6,50 € *
AKTION
Lunderland BIO-Amaranthflocken, ideal bei glutenfreier Fütterung BIO - Amaranth Flocken 1000g
Inhalt 1 Kilogramm
7,10 € *
AKTION
Karotten Raspel, für selbstgekochtes Hundefutter und BARF -beigabe Karottenraspel 600 g
Inhalt 0.6 Kilogramm (8,50 € * / 1 Kilogramm)
5,10 € *
AKTION
Futtermedicus Lachsoel-Kapseln fuer Hunde Optisolo Omega 3 Lachsöl Kapseln 180 Stk
Inhalt 180 Stück (0,10 € * / 1 Stück)
18,40 € *
TIPP!
AKTION
Hundekekse für Hunde mit Futtermittelallergie Futtermedicus Pferd-Kartoffel-Snack 150g
Inhalt 0.15 Kilogramm (46,00 € * / 1 Kilogramm)
6,90 € *